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Warum ist es am Rhein so schön?

IMG_0403Hochwasser im  Rhein, Stufe 1, 4,70 Meter über dem Normalpegel, was bedeutet, dass Ufer und Fußwege direkt am Wasser jetzt überflutet sind, dicke Baumstämme durch gelbe Fluten schaukeln und wir mit bis zu 10 Knoten auf Talfahrt sind. Eine Reise auf dem Rhein ist immer wunderbar, auf einem eigenen Boot ist sie einzigartig. Alle bisherigen Häfen an Donau, Main und auch am Rhein sind gemütlich. Die Yachtclubs sind klein, die Liegegebühren anständig und fair, die Club-Mitglieder durch die Bank freundlich, offen, lustig und leutselig. Motorbötchen kuscheln sich an Schwimmstegen in idyllischen Buchten, sanitäre Anlagen und Clubräume sind liebevoll ausgestattet und werden aufmerksam gepflegt.

Allen Wolken und heftigen Regenergüssen zum Trotz hat das Rheintal mit seinen abwechslungsreichen Landschaften, dem einzigartigen Dialekt, der dem Muttersprachler wie Musik in den Ohren klingt, mit Charme und einer dunklen Vergangenheit, die in alle Ewigkeiten führt, seinen Zauber entfaltet. Beim Metzger werden frische Fleisch- und Blutwurst angepriesen – lecker! Reibekuchen steht auf den Speisekarten der Gasthäuser, Flammkuchen hört sich doch auch besser an als Pizza, oder? Und zum Abschied sagt man Tschö. Ist das nicht klasse?

Wie schade, dass die Zeit nicht reicht, in jedem niedlichen Hafen festzumachen, jedes Örtchen zu durchwandern, die zahlreichen Museen, Klöster, Burgen, Kirchen, Festungen und Sehenswürdigkeiten zu besuchen und sich auf spannende Zeitreisen zu begeben.

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Ich weiß nicht, was soll es bedeuten…: Loreley ist im Übrigen kein Frauenname, auch wenn Heinrich Heine so tut. Lore kommt vermutlich vom rheinischen Ausdruck „luren“, also hören, lauern, und Ley heißt übersetzt Felsen – womit der Name eindeutig auf das großartige Echo hinweist, was man hier zu hören bekommt. Die Furcht vor den Strudeln und Untiefen im engen Rheintal ist aber durchaus begründet und der Skipper sollte nicht den Mädchen hinterher schauen, sondern aufs Wasser achten…

Frauen verlangen aber Beachtung – so auch die Germania, die die Vereinigung Deutschlands mit Würde verkündet – dabei oft missverstanden wird, wie vermutlich jede Frau…

 

 

 

Mahnmale an Kriege, Siege und vor allem an die Folgen gibt es mehr als genug, man sollte meinen, dass es genug für einen ewigen Frieden sein müssten. Hildegard von Bingen, den Nibelungen oder den Kaisern Wilhelm samt Gattinnen auf der Spur zu bleiben, ist hier am Rhein nicht schwer. Aber die Menge an bedeutenden Persönlichkeiten, die hier Spuren hinterlassen haben, denen man gerne folgen würde, macht die Spurensuche zu einer unendlichen Geschichte. Was nicht ist, kann ja noch werden, würde der Rheinländer sagen – oder einmal ist keinmal.

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