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Saalfelder Feengrotten – Von der Hölle zur Märchenhöhle

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Foto: Ulrike-Richter.de

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Die Feengrotten im Thyringer Saalfeld sind keine Höhlen, es sind Grotten, weil Menschen in mühsamer Arbeit den Stollen unter Tage gruben. Um 1530 begann der Abbau von Alaunschiefer, mit dem man erst nichts anzufangen wusste. Vielmehr waren die Bergleute im thüringischen Saalfeld auf der Suche nach Erzen.

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1544 kannte man die Wirkung von Alaun und begann den planmäßigen Abbau und das Sieden des Schiefers. In Zentimeter-Schritten hatten sich die Bergleute in die Tiefe gekämpft, ohne Sprengungen waren sie mit Hammer und Pickel vorgedrungen. Im Alter von 10 Jahren traten Jungs den Dienst im Bergbau an. Wer älter als 40 Jahre wurde, galt als Methusalem.

Die pollen- und keimfreie Luft im Stollen hatte den Kumpeln wenig genutzt. Um so dankbarer sind heute Menschen mit Atemwegserkrankungen, die sich seit 1937 in einer der ersten Heilstollen erholen.

185o stellte man die Arbeiten ein, da das kostbare Mineral inzwischen preiswerter synthetisch hergestellt werden konnte.

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Verlassen übernahm die Natur die Herrschaft über Höhlen und Gänge, ließ Tropfsteine wachsen und färbte die Wände durch Auswaschung von 45 Mineralien märchenhaft bunt.

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Beeindruckend ist auch der „Wurzelstalaktit“ (Bild links). Eine immer noch grüne, 200jährige Eiche ist mit ihren Wurzeln dem Weg des Wasser gefolgt und hat einen Strang 10 Meter tief in den Berg getrieben. Das Wasser läuft am plätschernd an diesem wundersamen Gebilde aus Holz und Gips entlang.

Märchenhaft.

Genau das richtige Ausflugsziel am Neujahrstag, dann ist hier nämlich wenig los, man kann entspannt bei angenehmen 10°C, einer Luftfeuchtigkeit von fast 100 % und einer spürbar sauberen Luft kräftig für das neue Jahr durchatmen.

In diesem Sinne: Glückauf!

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