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Pizza, Pasta, Cozze

Klagelied einer Vollwertköstlerin

 

Pizza zum Frühstück, normal. Pizza zum Mittagessen, normal. Pizza als Snack, sowieso. Und abends geht man Pizza essen. Meist dünn, dann gerne knusprig. Gummiartig gibt es sie auch, dann schön tranig dank Olivenöl(anteil?). Das krumme Scheibchen Salami ist meist spanische Wurst. Auch Thunfischbrösel, drei schrumpelige Oliven oder mit Gemüse in mikroskopischen Anteilen zieren die rote Tunke auf dem plattgedrückten Brötchen, das manchmal mit Käse besprenkelt ist. Im Restaurant kann sie ein richtiger Genuss sein. Aus dem Automaten ist sie günstiger, im Supermarkt wird sie an der Brottheke abgewogen. Bis tief in die Nacht knabbern Nachtschwärmer Pizza im Stehen, im Sitzen, im Gehen. Pizza liegt auch zum Aufbacken im Kühl-oder Tiefkühlregal – egal: Pizza, Pizza, Pizza.

 

Beim Bäcker duftet sie am besten, deshalb kauft man lieber Pizza als Brot, das sowieso nach nichts schmeckt und innerhalb weniger Stunden bretthart wird. Ja, wir haben auch mal Brot mit Cerealien bekommen, wo war das noch?

Am besten man kauft neben der Pizza noch Grissini, Chiottina, bzw. gleich Knäckebrot oder Zwieback, dann weiß man, was man hat. Das Zeug lässt sich im Gegensatz zu hart gewordenem Hefebrot auch brechen. Sonst beißt man sich vermutlich noch die Zähne aus.

Frisches Brot gibt es morgens sowieso kaum. Dann haben die Bäcker noch geschlossen. Verständlich, wenn man bis tief in die Nacht noch Pizza backen muss. Also ist das Frühstücksbrötchen sowieso von gestern und hart. Vielleicht wird man auch Langschläfer und kauft sich gleich eine Pizza – die muss nicht erst umständlich geschmiert werden.

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Brot wird in Italien nach Gewicht verkauft… Warum??

 

Ok, man kann hartes Brot auch aufweichen und zu Hackfleischbällchen oder Auflauf verwurschten. Wurscht – Brot isst der Italiener eben lieber als Pizza – basta.

Und dann noch Pasta.

 

Na ja, die Pasta gibt es selten beim Bäcker, vielleicht als Lasagne.

Pasta in allen Formen und Trocknungsgraden füllt aber die Regale und Truhen aller Lebensmittelhändler. Vor Touristenrestaurants wirbt ein Körbchen mit Ei und Trockennudeln für die gute Küche und mittags schaufelt man genüsslich lange Teigfäden oder gefüllte Teighäppchen aus etwas Soße.

 

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Manchmal auch mit Cozze. Das sind Miesmuscheln, die es überall gibt: In roter oder heller Soße, frittiert oder in Wein gekocht, aus dem Glas oder der Tiefkühltruhe aber auch besonders gern an Mooringleinen, Schiffsrümpfen und Kaimauern im Hafenbecken. Ein Hafen kann ja auch hübsch sauber sein… Und tatsächlich laufen hier Leute und ernten die schwarzen Muscheltiere, die vor Schreck die Klappe schließen.

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Ich ess immer noch gerne Muscheln, es gibt sie ja auch aus Zuchtanlagen. Die Nudeln sind in Italien fantastisch. Und Pizza ist eben ein plattgedrücktes Brötchen mit Tomatensoße – und grundsätzlich erst einmal lecker.

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Aber ein richtiges Brot back ich bald sicher selbst an Bord – wenn ich nur wüsste, wo es Vollkornmehl gibt … :).

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