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Gefahr durch Mikroplastik aus Kosmetik

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Hafenbecken in Reggio Calabria

Aus einer Plastiktüte von 20 x 30 Zentimeter Größe könnten 120.000 Mikroplastikpartikel entstehen. Ein Grund mehr, auf sogenannte Leichtplastiktüten beim Einkauf zu verzichten. In Holland gibt es seit Anfang 2016 keine Gratistüten mehr.

Handlungsbedarf ist dringend nötig. Das Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (NRW) in Zusammenarbeit mit Forschern der Uni Bayreuth legten am 19. Januar erste Studienergebnisse über die Verseuchung mit Plastik von Flüssen in NRW vor.

Im Rhein befinden sich demnach 1 bis 4,5 Plastikpartikel, in der Ruhr sogar 166 Mikroplastikteilchen pro Kubikmeter Flussbett.

Während man Tüten und Tuben vielleicht noch aus dem Wasser fischen könnte, stellen Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) in Wasch- und Reinigungsmitteln Kläranlagen und Umweltschützer vor ein Dilemma.

Die mikroskopisch kleinen Teilchen gelangen über Zahncremes, Duschpeelings und Putzmittel in die Gewässer und werden von den Kläranlagen kaum erfasst. Die Landesumweltminister haben den Bund aufgefordert, sich für ein europaweites Verbot einzusetzen.

Menschen, die auf dem Wasser leben, sollten unbedingt auf Deklarationen achten und derartige Mittel nicht mit aufs Boot nehmen. Es gibt wirksame und ökologisch verträgliche Alternativen.

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