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Blau-Weiß-Wurst – Kehlheim

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Niederrheiner bekommen die erste  Vorstellung vom Weißwurstäquator über die Muttermilch infiltriert. Hinter Köln beginnt eine blau-weiße Gewitterwolke – das war mir schnell klar. Dann sah ich erste Bilder: Männer in Lederhosen und bierschwenkende Matronen mit dickem Busen im Dirndl, weiß-blaue Fahnen. Später ging es auf Urlaubs-Entspannungsreise. Wir kehren ein: Hefeweizen, Germknödel, Leberkäs und Weißwurst. Das war die Bayern-Kindervariante mit Blick auf die Alm. Na wie wird`s mir denn da? Gut, dass ich Rosenheim vor dem Film „Out of Rosenheim“ kennengelernt hab. Die Marianne Sägebrecht bricht in ihrer Rolle ja wirklich alle Tabus, so wie ich seinerzeit in Rosenheim. Also: Ich verbringe ein halbes Jahr im tiefsten Rosenheim und will eine Postkarte verschicken auf der über schwarz/rot/gelben Streifen steht: ficke, fressen, fernsehen. So was geht ja gar nicht. „Scheiß Preiß (oder wie das geschrieben wird), war jedenfalls der Kommentar mit der Rückreiche der Postkarte „So was verschicke mir nit.“ (oder so ähnlich) OK, das war Oberbayern…

Ich mag keine Kurven (an Frauen schon – auch, wenn ich selbst wenig aufweisen kann, an Männern – an den richtigen Stellen – auch gern), Serpentinen sind der Horror. Kurz vor der ersten Serpentine geh ich am liebsten schon hinter den Baum. Aber man trägt`s mit Fassung. Übelst! Aber mit Haltung schaffe ich selbst Oberbayern mit dem PKW. Oberkante/Unterlippe würde der Rheinländer sagen.  Ankommen ist eine Sache, dort leben eine weiter.  Täglich gab es frische Kuhmilch, direkt aus dem Euter, nach warm sozusagen. Speiübel wird mir davon. Ich kann sie noch nicht mal riechen.

Verkürzen wir die Qual. Ich war wieder in Bayern, genauer gesagt in Kehlheim, Bamberg, Schweinfurt und anderen hübschen Städchen an der Donau. Allein kulinarisch haben die Bayern mich verblüfft. Von nun an erkläre ich als Hobbyköchin  – mit und OHNE KÜCHE – die bayrische Küche für grandios: Koscher, hallal , vegetaisch oder vegan – das macht patenten Bayern gar nichts. Im Gegenteil: Sie sind frohschaffende Küchenzauberer und sinnbringend interessiert. Jeder Ort hat mindestens eine Brauerei und gärt dort leckeren Gerstensaft zum Schmaus. Weißwürste gibt`s wie immer und auch beim Bäcker, sowie auch den Leberkäs. Aber, wer nicht will, der hat schon.  Und auf die Germknödel kann man ja auch verzichten.

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